Ich spiele nicht mehr mit!
Die Linzer bühne04 wird mit der “Hauptschule 18 Dr.-Karl-Renner-Schule/Linz”, der “Musikhauptschule 22 Dr.-Ernst-Koref-Schule/Linz” und der “Allgemeinen Sonderschule 6 Neue Heimat/Linz” ein Projekt zum Thema Sport und Musik aufführen. Diese scheinbar gegensätzlichen Sparten haben als verbindendes Element den Rhythmus und den gesellschaftlichen Aspekt gemeinsam, bieten interessante Schnittpunkte. Sport und Musik dienen hier als Ausdrucksmittel, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Thematik Gewalt zu ermöglichen und Einsichten zu transportieren.
Am Beginn steht eine Schreibwerkstatt, in der über Gewalt und Gewaltprävention diskutiert wird , in Folge werden die Ergebnisse szenisch improvisiert und verdichtet. Dabei entstehen spontan Texte, die festgehalten und gesammelt werden. Im bühnenwirksamen Stück wachsen Bewegung und Klang zusammen, werden aber auch getrennt eingesetzt. Musik, Tanz und Bewegung verbinden sich im Rap, kombiniert mit Sprechtheater, Sologesang und Chor.
| Workshops, Improtraining | Claudia Schächl, Andrea Schnitt, Doris Schüchner, Birgit Schwamberger |
| Choreografie | Ulrike Hager |
| Schreibwerkstätte | Cornelia Metschitzer |
| Regie | Rudi Müllehner |
| Schauspiel | Michael Kuttnig |
| Grafik & Bilddokumentation | Bernhard Mayer |
| Schulen | HS 18 Flötzerweg & HS 22 Ramsauerstraße & ASO 6 Flötzerweg |
| Theater | bühne04 Theater für Toleranz, Linz Landwiedstraße 45, A-4020 Linz |
| Premiere | Mi. 25. April 2012, 19:00 |
| Vorstellung | Fr. 27. April 2012, 15:00 |
| Fr. 27. April 2012, 19:00 | |
| Mi. 02. Mai 2012, 11:00 | |
| Do. 03. Mai 2012, 11:00 | |
| Mo. 07. Mai 2012, 11:00 | |
| Mi. 09. Mai 2012, 11:00 | |
| Fr. 11. Mai 2012, 11:00 | |
| Mo. 14. Mai 2012, 11:00 | |
| Di. 15. Mai 2012, 11:00 | |
| Di. 22. Mai 2012, 11:00 | |
| Do. 24. Mai 2012, 15:00 |
| Ort | Volkshaus Kleinmünchen, großer Saal Dauphinestraße 19, 4030 Linz |
News
Eine Fußballmannschaft samt Anhängerschaft (HS 18) und eine Musikformation samt Fans (HS 22) befinden sich auf Auswärtsspiel, wo sie den Druck haben, als Sieger heimkehren zu müssen. Dieser Erfolgsdruck führt in je fünf „standardisierten“ Szenen und Schauplätzen (Bus Hinfahrt, Garderobe, Spielfeld, Aftershowparty und Bus zurück) zu Konflikten innerhalb der Gruppen und zeigt Mechanismen auf, die innerhalb der unterschiedlichen Felder Sport und Musik die gleichen sind, wenn man sich in einem Wettkampf bewähren muss. Als Gegenentwurf tourt dazwischen ein Fantasiebus ohne Ziel kreuz und quer durch die Lande, in dem es keinen Erfolgsdruck gibt und wo die Passagiere (reale Personen, Märchenwesen und Tiere) Freude versprühen, weil es hier wegen der fehlenden Drucksituation keinen Konkurrenzkampf, keinen Neid, keine Eifersucht, kein Mobbing, keine Handgreiflichkeiten, keine Überforderung mehr gibt. Doch haben auch diese Wesen ihre teils leidvolle Vergangenheit, aus der sie sich aber rechtzeitig lösen konnten und die sie uns nun erzählen und darstellen (ASO 6).

